Strohboid

Als Baustoff der Zukunft, der zu einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft beiträgt, wird Stroh im Rahmen dieses Projekts in den Fokus des Architekturdiskurses gerückt und soll zu dessen Etablierung beitragen. Mit altbewährten Baustoffen, die lokal verfügbar sind – Holz und Strohballen wurden vom Bauern nebenan geliefert, Lehm wurde vor Ort gewonnen – entstand ein ökologisches Haus der Zukunft. Zudem ist dieses Strohbausystem zu 100% kunststoff- und schadstofffrei, klimaregulierend, passivhaustauglich, langlebig und recyclebar.

Durch die Nutzung von Leichtbauprinzipien wie der Gebäudegeometrie in Form einer Sattelfläche bis zur vorgespannten Sandwichbauweise aus Holzlatten und Stroh, spart diese Holzgitterkonstruktion die Hälfte des Konstruktionsmaterials, verglichen mit einer herkömmlichen Holzständerkonstruktion. Im Gegensatz zu konventionellen Gebäuden verbraucht der Strohboid 90% weniger Herstellungsenergie und somit 17t CO² während der Bauphase. Zudem wurden 10t Holz und Stroh verbaut, in denen zusätzlich ein 20t CO² Äquivalent von 20t gespeichert ist.

Der erste Prototyp wurde im österreichischen Freilichtmuseum Stübing aufgebaut. Dieser bot einen idealen Bauplatz, der symbolhaft die Symbiose einer historischen Bauweise und moderner Architektur aufgezeigt hat.

                                  
                                                             

Leitung:
Institut für Tragwerksentwurf
Andreas Trummer

TU Graz
Maximilian Schade
Fritz Walter

Kooperation:
proHolz Steiermark

FFG

Österreichisches Freilichtmuseum Stübing

Landwirtschaftliche Fachschule Alt-Grottenhof

Link:

http://strohboid.blogspot.co.at/
http://www.strohboid.com/