bilingua (H)Aussprache

DAS HOTEL UND SEINE ZWEITE CHANCE
Umnutzung eines Hotels in ein Haus der Sprachen am Standort Bad Eisenkappel in Kärnten, nahe der slowenischen Grenze unter Berücksichtigung und Bewertung der vorhandenen Gebäudestruktur und der Umgebung. Die Art des Umgangs mit dem Gebäude des Architekten Ilja Arnautovic ist freigestellt und kann von einem sanften Umbau bis zu einem radikalen Eingriff in die Struktur reichen.
Der aktuelle Franz Nabl Preisträger Florjan Lipus wie auch seine einstige Volksschülerin, nunmehrige Dramaturgin und Bachmann Preisträgerin Maja Haderlap stammen aus dem engen Vellachtal und wuchsen in der kleinen Gemeinde Bad Eisenkappel auf! Beide stammen aus dem slowenischen Kulturkreis der Gemeinde und beschreiben in Ihren Werken den Umgang, die Kultur und die Folgen einer Minderheitenzugehörigkeit! Beide ausgestattet mit einer prosaischen Ausdruckskraft, die in einem Falle von Peter Handke mit Weltliteratur bezeichnet wurde, und einem radikal aufklärerischen Geschichtsbewusstsein, dass die Regelungen über die Ungeregeltheiten verfolgt und aufwirft! Die vor Zeiten gefrorenen Beziehungen, die unerklärlich eingeschränkten Sichtweisen, die Unterwürfigkeit und selbstlose Zerstörungswut, die Engstirnigkeit und Einsamkeit der Bewohner aber auch die kulturellen und lebendigen Strukturen der Bewohner werden schonungslos wie auch sorgsam zum Ausdruck gebracht.
Aus diesen Wurzeln der miteinander gelebten und gesprochen Sprache soll sich ein Haus manifestieren, dass diesen Umgang dokumentiert, mitschreibt an der Geschichte und den Auflösungstendenzen des Slowenischen im gesprochenen Umgang.


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