Bridgebuilding-Back to the woods

Im Kopf eine Vorstellung, der Entwurf als Ergebnis eines intensiven Prozesses von Analyse und Überlegung. Auf ein Stück Papier gebracht, verlangt dieser nach Form, Kontur und Konzepten die ihn letztendlich auch baubar machen – es braucht den Brückenschlag in die Realität. Ziel dieses Workshops ist es, diesen Weg der Anbahnung, des ersten Geistesblitzes, der vermeintlichen Idee bis hin zur Ausführung und Lösung durchzuspielen und innerhalb der Workshopwoche mit der Gruppe umzusetzen. Die Verantwortung liegt in jedem Gedanken und jedem Handgriff der StudentInnen, denn letztendlich soll das Geschaffene seinen Zweck erfüllen und tragen.Zwei Tage lang werden wir an Ideen und Theorie arbeiten, skizzieren, diskutieren und diese anschließen unter freiem Himmel, im Wald umsetzen.


Brückenschlagen

Das an uns herangetragene Thema des Brückenschlages war mit keiner festen Aufgabenstellung verbunden. Die Entwicklung unseres Projektes, war nur an die Randbedingungen Wald, Holz und Schnur gebunden. Aufgrund dieser Bedingungen waren spezifische Recherchen notwendig: Seilknotenverbindungen, Holzverbindungen, Stützen, Erschließung, Fläche, Flechtwerke.

Ideenfindung – Entwurf

Die Herausforderung in der Entwurfsphase war, dass jeder eine andere Vorstellung von dem Thema Brückenschlag hatte und es schwierig war einen gemeinsamen Ansatz zu finden. Dabei war es wichtig die gesammelten Recherchen bereits in den Entwurfsprozess einfließen zu lassen. Nach Besichtigung des Waldes gab es Anfangs viele interessante Standorte für das Projekt, jedoch mussten wir uns für einen Entscheiden. Der gewählte Standort befindet sich auf steilem Gelände in der Nähe der angrenzenden Wohnhäuser. Nun begann der Entwurfsprozess erneut, da das Gelände neue Herausforderungen brachte.



 

Projektentwicklung


Die Grundidee war, mehrere Plattformen auf verschiedenen Ebenen über Stege miteinander zu verbinden. Im Vordergrund stand nicht nur die architektonische Qualität, sondern auch die spätere Nutzbarkeit. Unsere theoretischen Vorstellungen umzusetzen gestaltete sich als schwierig, da wir unbearbeitetes, selbst geschlägertes Holz verwenden mussten.
 

Ansporn

 
Am zweiten Tag im Wald entwickelte sich eine gewisse Euphorie aus den Erkenntnissen des vorangegangenen Tages. Optimismus - mehr zu schaffen, den ersten Entwurf einer Idee weiter zu entwickeln stellte sich ein. Mehr als am Tag zuvor ging es nun darum, dem Drang des kreativen Schaffens Grenzen zu geben. Auch fanden gewisse körperliche und bauliche Einschränkungen ihren Platz in einer realistischen Einschätzung des möglichen. Eine Hand fand immer eine Zweite, ein Flow stellte sich ein.
 


Das Projekt aus 3 Tagen Arbeit näherte sich einem Ende. Das Bild welches die Idee nun in gebauter Form abgab wirkte immer mehr vollendet.

 

Die Arbeiten änderten sich, entwickelten sich immer mehr in eine Richtung der Vollendung, der Finalisierung. Vielen wurde jetzt erst bewusst, was sie geschaffen haben, mit eigenen Kräften geplant, entwickelt und umgesetzt hatten. Von Anfangs Schwerem und Großem waren es gegen Ende hin viele Kleine und Feine Handgriffe die einen letzten Schliff ausformulierten

 
 

Fazit

Dieser Workshop hat uns gezeigt wie Entwürfe, welche im Kopf entstehen, mit entsprechender Kreativität und Ehrgeiz auch umzusetzen sind. Die Herausforderungen im Enstehungsprozess zu meistern war nicht immer einfach, da uns begrenzte Resourcen zur Verfügung standen. Am Ende des Workshops ist es interessant festzustellen, wie sich ein Wald mit wenig Qualität zu einem sehr besonderen Ort entwickelt hat.





WEITERE BILDER IN DER WORKSHOP GALLERY

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